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Startseite Presse 25.-27. Juni 2010 - Mönchengladbach-Niershof

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Pressebericht RP zum Turnier auf dem Niershof


Auch ohne Isabell Werth stark

VON PAUL OFFERMANNS

(RP) Die Fans hielten beim großen Dressurturnier der RSG Niershof vergeblich Ausschau nach Isabell Werth und Whisper. Die Olympiasiegerin sagte ab. Für Bundestrainer Holger Schmezer ist sie wieder erste Wahl.

Er hatte sie nach Ablauf ihrer Dopingsperre kurzfristig zu einem Sichtungsturiner zur Europameisterschaft nach Österreich beordert. "Wir freuen uns mit ihr. Sie hat dort einen Grand Prix gewonnen", erzählte Gaby Trippen, Geschäftsführerin der RSG Niershof.

Werths Fehlen rüttelte nicht an der Klasse des Turniers auf der Pferdesportanlage am Lürriper Engelsmühlenweg. Es war für die rheinische Elite ein letzter Test vor den Rheinischen Meisterschaften am kommenden Wochenende in Langenfeld. Er brachte manche Überraschung.

Die Neukirchenerin Christiane Knitter setzte sich im Kurz-Grand-Prix mit Don Lucca und 64,553 Prozentpunkten vor der rheinischen Meisterin Jana Freund (Kevelaer), erfolgreichste Bundeschampionatsreiterin aller Zeiten, auf FS Louis de Bon (64,390) durch. Angoli-Anne Jensen (RC Heidgesberg) auf Mutters Pferd FOX D'AN (64,309) teilte sich Platz drei mit Junioren-Europameisterin Jessica Werndl (Aubenhausen) mit Renommee, einer Schülerin Isabell Werths. Das ist ein großer Erfolg für Angoli-Anne, die sich damit für die Grand-Prix-Kür qualifizierte.

"Wir haben unser Turnier quantitativ und qualitativ verbessert", sagte Friedrich W. Korsten, 1. Vorsitzender der RSG Niershof: "Erstmals hatten wir einen Kurz-Grand-Prix als Qualifikation für eine Grand-Prix-Kür, zwei Prüfungen der schwersten Klasse mit drei Sternen. Das sind 5000 Euro an Preisgeldern mehr als im vergangenen Jahr, wofür wir in der heutigen Zeit noch Sponsoren fanden."

Zum Teil lief gestern bei Kaffee und Kuchen – zur Fußball-WM-Fernsehzeit – die Grand-Prix-Kür. "Wir wollen denen, die sonst weniger mit Dressur zu tun haben, die Schwellenangst etwas nehmen", findet Korsten: "Mit mehr Unterhaltungswert wollen wir neue Freunde für die Dressur gewinnen." Da bot die RSG Niershof ein Kontrastprogramm: eine Kür unter Flutlicht in den Abend hinein, die andere mit Musik in der prallen Sonne. Da waren die Akteure zu bemitleiden, weil sie bis obenhin zugeknöpft schweißtreibend ihre anspruchsvollen Lektionen reiten mussten. Eine zweite Qualifikation zum rheinischen Junior-Cup auf M-Basis lockte starke Nachwuchsreiter. Die bis dahin an neunter Stelle liegende Krefelderin Cara-Luise Bundesmann auf Orion gewann und dürfte in der Rangliste Boden gutgemacht haben. Nicht platziert war Alissa Kamphausen von der RSG Niershof mit Diamond Way auf Rang zwölf.


Vorbericht RP zum Turnier Mönchengladbach-Niershof


Niershof freut sich auf Isabell Werth

(RP) Das größte Dressur-Event Mönchengladbachs ist vom Freitag bis Sonntag bei der RSG Niershof auf der Reitanlage Stähn auf dem Engelsmühlenweg. "Jeden Tag kommt Isabell Werth", freut sich Geschäftsführerin Gaby Trippen.

Die fünfmalige Olympiasiegerin, die im vergangenen Jahr we-gen der Dopinggeschichte das große Turnier in Wickrath ausließ, startet in der Dressurpferdeprüfung L am Freitag (8 Uhr) mit einem Nachwuchspferd sowie eben mit diesem Pferd Whisper (das die Dopinggeschichte ins Rollen brachte) den Kurz-Grand-Prix am Samstag (17.15 Uhr). Wenn sie sich qualifiziert mit ihm, ist sie am Sonntag bei der Grand-Prix-Kür (17 Uhr) dabei.

Die Niershofer freuen sich über die Erweiterung ihrer Prüfungsvielfalt: "Die alten Sponsoren waren wieder zur Stelle und wir konnten neue hinzugewinnen", so Gaby Trippen. Lokalmatador Theo Henschenmacher will Isabell Werth im Grand Prix auf Goldino Paroli bieten. Die Ausbilderin Eva Knieps, die ebenfalls auf dem Niershof ansässig ist, startet quer durch alle Prüfungen. "Unser Turnier bietet sich geradezu als letzter Test vor den Rheinischen Meisterschaften am kommenden Wochenende an", sagt Gaby Trippen.

Die zweite von vier Qualifikationen um den rheinischen Junior-Cup für Dressur auf dem Niershof wird in einer M*-Dressur ausgeritten. Das Finale ist im November in Lobberich. Zu den Teilnehmern gehört auch Henschenmacher-Auszubildende Alissa Kamphausen. Ein weiterer Höhepunkt ist die Intermediaire Kür unter Flutlicht, die am Samstag um 21 Uhr beginnt. Anke Unger aus der großen Dressur-Mannschaft des RC Heidgesberg konnte Heiner Schiergen (RV Jan v. Werth Holzbüttgen), der ebenfalls startet, kürzlich in einer Intermediaire I Kür in Krefeld auf Rubicello ein Beinchen stellen und überraschend auf Platz zwei verweisen.
Dafür läuft vorher die S-Dressur um den Heinz-Stähn-Gedächtnispreis als Qualifikation am Freitag um 18.45 Uhr.